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Pediocactus paradinei
Beschreibung
Der kugelförmige, gedrückt wachsende hair-like spines Cactus Pediocactus paradinei wird 2 cm bis 6 cm lang
und im Durchmesser. Die charakteristische, variable hair-like Bedornung der Zentraldornen ist einmalig.
Die gelben glockenförmigen Blüten sind 1.5 cm lang und im Durchmesser. Selten ist die Blütenfarbe rosa.
Bei manchen Exemplaren ist die typische Bedornung nicht ausgeprägt, sodass er leicht mit dem nahe verwandten Pediocactus simpsonii oder Escobaria vivipara verwechselt werden kann.
Geophytische Merkmale wie auch bei anderen Vertreter der Sektion Pediocactus (Pediocactus knowltonii) und der Sektion Rhytidospermae (Pediocactus bradyi und Subspezies) werden deutlich.
Pediocactus paradinei ist bei trockenem Stand winterhart bis minus 20 °C. Die wurzelechte Kultivierung in Europa ist möglich.
Der Name bezieht sich auf den Entdecker der Art Paradine.
Pediocactus paradinei ist bedroht und in Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens zum Schutz gefährdeter Arten aufgenommen.
Verbreitung
Pediocactus paradinei ist in der Navajoan Wüste auf dem Kaibabplateau in Arizona in 1600 m bis 2000 m Höhe verbreitet. Er wächst zwischen Gramma Gras auf Kalksteinboden auf flachen Hügeln in der typischen Sagebrush-Wüste im offenem Juniper-Pinyon Waldland. Endemisch. Vergesellschaftet mit Sclerocactus whipplei subsp. busekii, Navajoa subsp., Escobaria missouriensis subsp. marstonii, Escobaria vivipara subsp. kaibabensis, Echinocereus engelmannii var. variegatus, verschiedene Opuntia subsp., Yucca baccata und andere spp.
Systematik
Die Erstbeschreibung durch B. W. Benson unter dem Namen Pediocactus paradinei ist 1957 veröffentlicht worden. Weiteres Synonym für die Art ist Pilocanthus paradinei B. W. Benson & K. Backeberg, 1957. Die Art Pediocactus paradinei wird innerhalb der Gattung Pediocactus in die Sektion Pediocactus gestellt.
Gefährdung
Die Arten Pediocactus sileri, Pediocactus bradyi, Pediocactus paradinei und Pediocactus knowltonii sind im Anhang 1 des Washingtoner Artenschutzabkommens gelistet. Pediocactus nigrispinus wird als extrem gefährdet eingestuft. Da fast alle Vertreter der Gattung (mit Ausnahme von Pediocactus simpsonii und Unterarten) extrem gefährdet sind, wäre analog zur Vorgehensweise bei vergleichbaren Gattungen auch eine Aufnahme der ganzen Gattung in Anhang 1 denkbar.
Literatur
Fritz Hochstätter (Hrsg.): An den Standorten von Pediocactus und Sclerocactus. Selbstverlag. 1989.
Fritz Hochstätter (Hrsg.): To the habitats of Pediocactus and Sclerocactus. Englisch. Selbstverlag. 1990.
Fritz Hochstätter (Hrsg.): The Genera Pediocactus, Navajoa, Toumeya. Englisch. Selbstverlag. 1995.
Fritz Hochstätter (Hrsg.): The Genera Pediocactus, Navajoa, Toumeya. Englisch mit deutscher Zusammenfassung.
Selbstverlag. 2007. ISBN 978-3-00-021244-4
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