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Agave temacapulinensis
Beschreibung
Agave temacapulinensis ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave).
Volksname ist
Termacapulín Agave, Maguey blanco.

Agave temacapulinensis wächst einzeln und bildet manchmal Ausläufer. Die kompakten Rosetten erreichen eine Wuchshöhe von 80 bis 115 cm mit einem Durchmesser bis 170 cm. Die unregelmäßig nach oben gerichteten, kräftigen, glatten, ei- bis lanzettförmigen blaugrauen Blätter sind 55 bis 90 cm lang und 10 bis 20 cm breit.
Der Blattrand ist gewellt und kräftig variabel bedornt. Der schwarze bis blaugraue spitz zulaufende Enddorn
ist 3,5 bis 4,5 cm lang.

Der rispige, gerade bis etwas gebogene Blütenstand wird 5,5 bis 6,5 m hoch. Die gelben bis rötlichen länglichen Blüten erscheinen an kurzen variablen Verzweigungen an der oberen Hälfte des Blütenstandes.und sind
60 bis 70 mm lang und 12 mm breit. Die Blütenröhre ist 9 bis 15 mm lang und bis 12 mm breit.

Die länglichen dreikammerigen Kapselfrüchte sind 40 bis 50 mm lang und 14 bis 18 mm breit. Die variabel halbmondförmig geformten schwarzen, glänzenden Samen sind 5 bis 6 mm lang und 3 bis 4 mm breit.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Samen sind je nach Höhenlage ab Juni reif.
Systematik und Verbreitung
Agave temacapulinensis wächst endemisch in Mexiko, im Bundesstaat Jalisco in kalkhaltigem Gestein in Waldland in 1600 bis 1700 m Höhe. Sie ist vergesellschaftet mit Yucca jaliscensis und zahlreichen Kakteen- und Sukkulenten-Arten.

Die Erstbschreibung wurde 2012 von José Antonio Vázquez-García, Miguel de Jesús Cházaro-Basáñez, Miguel Angel Muñiz-Castro & Gregorio Nieves-Hernández in „Novon: A Journal for Botanical Nomenclature. Band 22, Nummer 2, 2012, S. 235–239“ veröffentlicht.

Agave temacapulinensis ist ein Vertreter der Serie Ditepalae. Die Art wächst begrenzt in der Los Altos Region im Westen von Mexiko im Bundesstaat Jalisco. Typisch sind die blaugrauen Blätter mit den gewellten, kräftigen Blatträndern. Die Blüten sind in den Morgenstunden Anziehungspunkt verschiedener Kolibri-Arten, die reichlich Nektar vorfinden. Sie ist nahe verwandt mit weiteren Vertretern der Serie Ditepalae, Agave wocomahi und
Agave durangensis.
Jedoch sind Unterschiede in Form, Größe, Blatt- und Blütenstruktur erkennbar.

Die Blätter werden zur Zubereitung von Fischgerichten verwendet.

Die Art ist durch den Bau des Staudammes, dem Projekt Zapotillo, stark gefährdet. Es wird vorgeschlagen,
Agave temacapulinensis in die rote Liste (IUCN) der gefährdeten Arten aufzunehmen.

Der Name bezieht sich auf die Stadt Temacapulín, dem Vorkommen von Agave temacapulinensis.
Literatur
José Antonio Vázquez-García, Miguel de Jesús Cházaro-Basáñez, Miguel Angel Muñiz-Castro & Gregorio Nieves-Hernández: Agave temacapulinensis (Agavaceae), a New Ditepalous Species from the Los Altos Region, Jalisco, Mexico. In „Novon:
A Journal for Botanical Nomenclature. Band 22, Nummer 2, 2012, S. 235–239“.
IUCN: IUCN Red List Categories and Criteria, Version 3.1 Prepared by the IUCN Species Survival Commisson. IUCN, Gland Switzerland, and Cambridge, United Kingdom. (2001).
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