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Agave americana
Beschreibung
Agave americana ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Agaven (Agave). Ein englischer Trivialname ist
„Century Plant“.

Agave americana formt einen kurzen Stamm und bildet zahlreich Ausläufer. Die Rosette erreicht Wuchshöhen von
1 bis 2 m und Durchmesser von 2 bis 3,7 m. Die variabel angeordneten, lanzettförmigen, hellgrau bis grünen, manchmal panaschierten, glatten bis rauen Blätter sind 100 bis 200 cm lang und 15 bis 25 cm breit.

Die wellig bis gekerbten Blattränder sind unregelmässig  gezahnt. Der glänzende braun bis grau bereifte Enddorn wird 3 bis 5 cm lang.

Der rispige, schlanke, gerade Blütenstand wird 5 bis 9 m hoch. Die gelben, schlanken Blüten sind 70 bis 100 mm lang. Sie erscheinen in variabel angeordneten, ausgebreiteten Verzweigungen im oberen Bereich des Blütenstandes. Die trichterförmige Blütenröhre ist 8 bis 20 mm lang.

Die länglichen Kapselfrüchte sind 40 bis 50 mm lang. Die variabel geformten, glänzenden, schwarzen Samen sind 7 bis 8 mm lang und 5 bis 6 mm breit.
Systematik und Verbreitung
Agave americana ist in den Vereinigten Staaten und in Mexiko verbreitet. Sie wird weltweit in frostfreien Regionen kultiviert und ist dort teilweise verwildert.

Die Erstbeschreibung wurde 1753 von Linne in „Sp. Pl.: 1753, S. 323“ veröffentlicht.

Synonyme sind Agave complicata Trelease ex Ocheterana (1913), Agave gracilispina Engelmann ex Trelease (1914), Agave zonata Trelease (1914), Agave subzonata Trelease (1920), Agave melliflua Trelease (1914),
Agave rasconensis Trelease (1920), Agave variegata Steudel (1821), Agave communis Gaterau (1889) und
Agave tingens Berger (1918).

Es werden folgende Unterarten unterschieden:
Agave americana subsp. americana
Agave americana subsp. protamericana
Agave americana var. expansa
Agave americana var. oaxacensis

Agave americana ist ein Vertreter der Serie Americanae. Die Art ist nahe verwandt mit Agave franzosinii.
Jedoch werden Unterschiede der Blatt- und Blütenstruktur deutlich. Sie wird in mediterrranen Regionen in zahlreichen Varianten in den Vereinigten Staaten, Europa, Afrika und Australien kultiviert. Interessante Hybriden der Serie
(Agave asperrima) und andere Arten z.B. der Serie Salmianae (Agave salmiana) sind bekannt.

Bei trockenem Stand werden kurze Frostperioden bis -10 °C  toleriert.
Literatur
A. Berger: Die Agaven. Gustav Fischer Verlag, Jena. 1915, S. 151–154.
August J. Breitung: In: The Agaves. The Cactus & Succulent Journal Yearbook, 1968, S. 100.
Howard Scott Gentry: In: Agaves of Continental North America. The University of Arizona Press, 1982, S. 270–290.
Mary & Gary Irish: Agaves, Yuccas and related plants of Continental North America. Timber Press, 2000, S. 94–97, Tafel 2–3.
J. Thiede: Agavaceae. In: Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Einkeimblättrige Pflanzen (Monocotyledonen). Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3662-7, S. 10–11.
James L. Reveal, Wendy C. Hodgson: In: Flora of North America. Oxford University Press 2002, S. 453.
T. Heller: Agaven. Münster 2006, S. 60–63.
Ivana Richter: Die Gattung Agave. A.I.A.S., 2011, S. 120.
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